StartWissenschaftWissenschaftler: Kein erhöhtes Risiko von Hirntumoren durch Verwendung von Mobiltelefonen

Wissenschaftler: Kein erhöhtes Risiko von Hirntumoren durch Verwendung von Mobiltelefonen

Kurzmeldung – Bisher galt stets als sicher, dass Handystrahlung verantwortlich ist für die Entstehung von Hirntumoren. Nun kamen Forscher zu dem Schluss, dass zwischen diesen beiden Phänomene kein Zusammenhang besteht.

Redaktion

„Unsere Studie liefert keine Hinweise auf einen kausalen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und Hirntumoren bei jungen Menschen»,so lautet der Konsens der Autoren im Fachblatt «Environment International». Vollständig ausschließen könnten sie das Risiko zwar nicht,, aber dieses wäre bestenfalls geringfügig erhöht. Dies belegen den Forschen zufolge die Ergebnisse der Studie „Mobi-Kids“ mit Patienten aus 14 Ländern.

Positiv aufgenommen werden sie Ergebnisse Studie auch von den Gegnerinnen und Gegner von Mobilfunk-Antennen wie die mobilfunkkritischen Organisation Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz: „Es ist eine gute Nachricht, dass bei der Gefahr für Hirntumore bei Kindern weitgehend entwarnt werden kann“, so der Präsident der Organisation Bernhard Aufdereggen gegenüber der SonntagsZeitung. Trotzdem dürfe man sich nicht auf diesen Ergebnissen ausruhen, sondern müsse weiterhin an Grenzwerten festhalten und weiterforschen.

Nicht überrascht vom Resultat der Mobi-Kids-Studie ist zudem der Schweizer  Umweltepidemiologe Martin Röösli. Aus wissenschaftlicher Sicht sei dies zu erwarten gewesen. Laut dem Professor vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel werden die Mobi-Kids-Resultate durch die Daten aus Krebsregistern verschiedener Länder gestützt. Demnach ist die Häufigkeit von Tumoren im Kopfbereich trotz des steilen Anstiegs der Mobiltelefon-Nutzung konstant geblieben. Entwarnung gibt der Experte auch bezüglich 5G-Netz. Aufgrund der höheren Frequenzen könne weniger Strahlung die Haut durchdringen und ins Gewebe gelangen.

Bild: Facial Recognition
Autor: Mike MacKenzie
Quelle: flickr.com
Lizenz: CC BY 2.0

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