StartMedienVernichtende 650 Milliarden Dollar Klage gegen Facebook

Vernichtende 650 Milliarden Dollar Klage gegen Facebook

Zu den sensibelsten Daten unserer Zivilgesellschaft zählen unsere biometrischen Daten, die daher auch unter besonderem Schutz stehen. Facebook, heute Meta, hat diesem Umstand erst letztes Jahr die angemessene Bedeutung zugemessen, was jetzt theoretisch zum Untergang des Konzerns führen könnte.

Von Jürgen Apitzsch

Seit etwa 20 Jahren besteht die Möglichkeit, Gesichter zu vermessen und die Ergebnisse einem Namen zuzuordnen. Facebook hat diese Möglichkeit über viele Jahre hinweg genutzt, um mittels Gesichtserkennungssoftware seine User zu identifizieren. Auch zahllose Beauty-Apps haben in der Vergangenheit diese Möglichkeit genutzt, um an Datensätze zu gelangen, die sie anschließend weiterverkauft haben. Nun könnte es Facebook deshalb an den Kragen gehen.

Tagtäglich werden tausende Konterfeis auf Facebook hochgeladen, inzwischen sind es nach Angaben von Facebook mehr als eine Milliarde Gesichter, die der Konzern gesammelt hat. Mittels Gesichtserkennung hat Facebook darüber hinaus diese Gesichter ihren tatsächlichen Trägern zugeordnet und zudem seinen Usern die Funktion zur Verfügung gestellt, ihre Freunde auf Facebook zu identifizieren und zu markieren. Dadurch entstand eine riesige Datenbank zur Identifizierung von Menschen. Erst 2021 hat Der Konzern diese Funktion abgeschaltet und nach eigenen Angaben die Gesichter von über eine Milliarde Menschen gelöscht.

Mit dieser Praxis einher ging zugleich ein enormes Sicherheitsrisiko, da der Missbrauch solcher Datenmengen nahezu unvermeidbar ist. Es wurden in dieser Datenbank zudem die Gesichter vieler Menschen gespeichert, die weder bei Facebook sind, noch dieser Praxis zugestimmt hatten. Dennoch kennt der Konzern heute deren Gesichter und kann diese zuverlässig ihren Trägern zuordnen. Und genau dies ist der Grund, aus dem nun der Staat Texas eine Klage gegen die Social Media Plattform eingereicht hat, denn die Speicherung all dieser Daten sei ohne ausdrückliche Zustimmung erfolgt.

In der Klage ist sogar von Täuschung die Rede. So heißt es in der Klage wörtlich:

„Mehr als ein Jahrzehnt lang hat Facebook auf dem Rücken der Texaner ein Imperium der Künstlichen Intelligenz errichtet, intimste Daten erhoben und damit Wohlbefinden und Sicherheit gefährdet.“

Die Staatsanwaltschaft hat eine Forderung in Höhe von 25.000.- Schadensersatz für jeden Einzelfall aufgestellt. Insgesamt summieren sich die Fälle somit auf einen Betrag von 650 Milliarde – Allein für Texas. Und sollte der Bundesstaat damit durchkommen, würden sicherlich andere seinem Beispiel folgen und ebenfalls ihre Zähne in den Konzern schlagen. Facebook wäre innerhalb kürzester Zeit ruiniert und pleite.

Facebook weist natürlich alle Vorwürfe weit von sich. Es ist zudem unwahrscheinlich, dass ein Gericht diesen Megakonzern untergehen lassen wird, der ganze Heerscharen von Spitzenanwälten beherbergt und zudem durch seine Nähe zur CIA von den herrschenden Eliten in den USA durchaus als systemrelevant angesehen wird. Es wird in jedem Fall interessant werden, auf den Ausgang des Gerichtsprozesses zu warten und auf die Begründung, mit der Facebook alias Meta seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wird.

Bild: Gesichtserkennung
Autor: geralt
Quelle: pixabay.com
Lizenz: public domain

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