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Klinikum Fürth schlägt Alarm – 170 Pflegekräfte und 60 Ärzte haben sich krank gemeldet

Dr. Wagner ist bekannt dafür, wenn es mal wieder in seinem Krankenhaus brennt, dass er sich mit seinem Instagram Account – indirekt – an die Politik wendet. Ihm passt die heutige Abstimmung im Bundestag nicht – Lockerungen möchte er so nicht hinnehmen. Dass in seinem Klinikum die Lage aber deshalb eskaliert, weil sich 170 Pflegekräfte und 60 Ärzte – angeblich wegen einer Infektion – krank gemeldet haben, das thematisiert er nur kurz. Vermutlich liegt es aber an der Impfpflicht.

Von Corona Blog

Der Arzt Herr Wagner war schon öfter hier auf dem Blog Thema (wir berichteten hier und hier). Nun wendet er sich erneut bei Instagram mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Thema sind die massiven Krankenstände. 170 Pflegekräfte und 60 Ärzte haben sich krank gemeldet. Seit gestern gilt überall in Deutschland die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Offiziell fallen die Angestellten natürlich wegen einer Infektion aus, aber das ist klar, schließlich möchte Dr. Wagner Herrn Söder und Herrn Holetschek gefallen.

Ein Hilferuf aus den Kliniken

Eine Regelversorgung ist aufgrund des Pandemiegeschehens derzeit nur eingeschränkt möglich. Im Moment gibt es Verkennung der Situation bei politischen Entscheidungsträgern. Es braucht ein Überdenken der geplanten Lockerungen, insbesondere den angedachten Maskenfall.

Falscher Fokus, falsche Schlüsse – Noch immer orientieren sich manche Politiker, an der Corona-Auslastung der Intensivstationen. Dabei ist das längst nicht mehr das Problem. Wir behandeln auf der Intensivstation aktuell zwei Covid-Patient:innen, auf zwei Corona-Normalstation hingegen 44 – Tendenz steigend. Der damit verbundene Isolationsaufwand ist immens und es fehlt es uns an Kapazität, um andere Patient:innen zu versorgen.

Die Regelversorgung, die neben planbaren Eingriffen auch die Akut – und Notfallversorgung umfasst, ist derzeit nur eingeschränkt möglich. Hauptgrund dafür sind weiterhin die massiven Personalausfälle bei einem weiterhin hohen Zustrom an Akut- und Notfallpatient:innen. 170 Pflegekräfte und 60 Ärzte haben sich krankgemeldet. Das führt zu Ausfällen in allem Bereichen: Auf Stationen, in der Endoskopie und im Kreißsaal. Deshalb müssen wir erneut aufschiebbare Untersuchungen und Operationen verschieben. Sowohl einweisende Ärzt:innen als auch Patient:innen haben jedoch mittlerweile kein Verständnis mehr für lange Wartezeiten.

Unbedachte Lockerungen, wie etwa der geplante Wegfall der Maskenpflicht in Innenräumen, führen nur zu noch mehr Infektionen und Personalausfällen und würden die aktuell prekäre Lage nur weiter verschlimmern. „DIE PANDEMIE IST NOCH NICHT VORBEI!

Deshalb mein Appell an die Politik: Bitte mit kühlem Kopf und besonnenen Entscheidungen die Pandemieetappe meistern.

VERGESST UNS NICHT IN DEN KLINIKEN!!!

Bild: Anteilnahme in einer Klinik
Autor: unbekannt
Quelle: piqsels.com
Lizenz: public domain
Textquelle

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