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Über das ukrainische Schlachtfeld hinaus

Die Tonlagen aus Berlin, Brüssel und Washington wecken Erinnerungen – Ein Kommentar von Willy Wimmer.

Während in Deutschland jeder, der nicht auf Mainstream geschaltet ist, mit dem Vorwurf jederzeit rechnen muss, dass er Extremist und schlimmstenfalls Nazi ist, klingen die öffentlichen Erklärungen aus der jeweiligen Führungsetage so, wie es 1944 oder 1945 auch klang.

Führende Grüne und EU-Kommissare schwadronieren über „Entscheidungen, die auf dem Schlachtfeld“ gesucht werden müssten. Die offensichtliche Verarmung des deutschen Volkes für eine verfehlte Kriegspolitik wird einem höheren Zweck zugeordnet, damit Widerstand dagegen schnellstmöglich niedergeschlagen werden kann. Dabei zieht sich durch die noch zugelassene Berichterstattung wie ein roter Faden die Erkenntnis, dass wir es bei dem schrecklichen Krieg in der Ukraine um eine sichtbare Konsequenz eines seit langem tobenden Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation zu tun haben.

In internationalen Nachrichtensendern wie Al Jazeera kann man dazu von angelsächsischen Spezialisten vernehmen, dass die Vorgänge in der Ukraine in einen historischen Kontext zu der amerikanischen Sanktionspolitik gegenüber dem Kaiserreich Japan vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor gesehen werden müssten.

Es ist aber nicht nur so, dass westliche Politiker Entscheidungen im Krieg gegen Russland suchen. Die deutsche Verteidigungsministerin ließ sich am 21. April 2022 vernehmen, dass ein Sieg Russlands in der Ukraine verhindert werden müsse.

Und dann erklärt man in Berlin, nicht Kriegspartei zu sein und den Krieg auf die Ukraine begrenzt sehen zu wollen.

Bei der Geschwindigkeit, mit der ehemals feste und völkerrechtlich überzeugende Positionen durch den Westen generell abgeräumt werden, landen wir eher im Dritten Weltkrieg als uns allen lieb sein dürfte. Und dann?

Jetzt scheint es darum zu gehen, über die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine auf Seiten des Westens die Vorgeschichte zu diesem Krieg vergessen zu machen. Sonst würde man sich demnächst vielleicht einmal fragen, warum ein ganzes Land verwüstet werden musste und weiten Teilen der Welt Hungersnöte drohen? Was hat Russland zu diesem Krieg beigetragen und was Amerika?

Der russische Präsident Putin hat geradezu gebetsmühlenartig und vor allem im letzten Jahr die Positionen seines Landes in Europa und der Welt offen formuliert. Jüngst haben der chinesische Präsident und Präsident Putin noch die Einhaltung der UN-Charta von den USA  bestätigt haben wollen. Mehr geht nicht, da diese Charta schon die Konsequenz aus dem letzten verheerenden Weltkrieg gewesen ist. Man kann jede einzelne Erklärung des russischen Präsidenten sich vornehmen und sich anschließend fragen, ob objektives Verweigern eines jeden substantiellen Gespräches und von Verhandlungen durch den kollektiven Westen bewusst den Krieg in Kauf genommen hat.

Alleine diese Fragen machen deutlich, dass unter allen Umständen nach Beendigung der Feindseligkeiten in der Ukraine eine solche Diskussion im Westen stattfinden darf. Deshalb lautet die westliche Parole: „Siegen um jeden Preis“.  Bei der sichtbaren Dynamik dieser Entwicklung spricht man wie selbstverständlich über den Einsatz nuklearer Waffen. Das Ende Europas ist der Krieg, unabhängig davon, ob er konventionell oder nuklear geführt wird. Grüne und FDP und andere tun sich dabei hervor, als ginge sie das nicht an.

Bild: Kriegspropaganda der Mainstream-Medien
Autor: jorgophotography
Quelle: pixabay.com
Lizenz: public domain
Mit freundlicher Genehmigung von seniora.org

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