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Offener Brief: Wenn Sie Selbstmord begehen wollen, bitte! Deutschland und Europa in den Abgrund zu ziehen, steht Ihnen nicht zu!

Bereits Anfang Dezember 2014 warnten mehr als 60 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien in dem Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“ vor einem Krieg und riefen zum Dialog mit Russland auf. 
Sie forderten eine neue Entspannungspolitik für Europa. Ihren Appell richteten sie an die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Medien.

 

Ursula Mathern                                                          Merxheim, 26.04.2022            Anschrift d. Red. bekannt
55627 Merxheim

urs.math@gmx.net

Bundeskanzler
Herrn Olaf Scholz
internetpost@bundesregierung.de;
parteivorstand@spd.de;
olaf.scholz.wk@bundestag.de;

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Vizekanzler
Herrn Dr. Robert Habeck
poststelle@bmwi.bund.de;
info@bmwi.bund.de;

Bundesminister der Finanzen
Herrn Christian Lindner
Poststelle@bmf.bund.de;

Bundesministerin des Innern und für Heimat
Frau Nancy Faeser
poststelle@bmi.bund.de;
internetredaktion@bmi.bund.de;

Bundesministerin des Auswärtigen
Frau Annalena Baerbock
poststelle@auswaertiges-amt.de;
annalena.baerbock@bundestag.de;

Bundesminister der Justiz
Herrn Dr. Marco Buschmann
poststelle@bmjv.bund.de;

Bundesminister für Arbeit und Soziales
Herrn Hubertus Heil
info@bmas.bund.de;
hubertus.heil@bundestag.de;

Bundesministerin der Verteidigung
Frau Christine Lambrecht
poststelle@bmvg.bund.de;
info@bundeswehr.org;

Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
Herrn Cem Özdemir
poststelle@bmel.bund.de;

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Lisa Paus
poststelle@bmfsfj.bund.de;
lisa.paus.ma08@bundestag.de;

Bundesminister für Gesundheit
Herrn Prof. Dr. Karl Lauterbach
poststelle@bmg.bund.de;
karl.lauterbach@bundestag.de;

Bundesminister für Digitales und Verkehr
Herrn Dr. Volker Wissing
volker.wissing@bundestag.de;

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Frau Steffi Lemke
poststelle@bmu.bund.de;
steffi.lemke@bundestag.de;

Bundesministerin für Bildung und Forschung
Frau Bettina Stark-Watzinger
bmbf@bmbf.bund.de;
information@bmbf.bund.de;

Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Frau Svenja Schulze
poststelle@bmz.bund.de;
svenja.schulze@bundestag.de;

Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Frau Klara Geywitz
internetredaktion@bmi.bund.de;

Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramtes
Herrn Wolfgang Schmidt
poststelle@bk.bund.de;

Bundespräsident
Herrn Dr. Frank-Walter Steinmeier
bundespraesidialamt@bpra.bund;

Offener Brief: Wenn Sie Selbstmord begehen wollen, bitte! Deutschland und Europa in den Abgrund zu ziehen, steht Ihnen nicht zu!

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits Anfang Dezember 2014 warnten mehr als 60 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien in dem Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“ vor einem Krieg und riefen zum Dialog mit Russland auf. Sie forderten eine neue Entspannungspolitik für Europa. Ihren Appell richteten sie an die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Medien:

„Wir, die Unterzeichner, appellieren an die Bundesregierung, ihrer Verantwortung für den Frieden in Europa gerecht zu werden. Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik für Europa. Das geht nur auf der Grundlage gleicher Sicherheit für alle und mit gleichberechtigten, gegenseitig geachteten Partnern. Die deutsche Regierung geht keinen Sonderweg, wenn sie in dieser verfahrenen Situation auch weiterhin zur Besonnenheit und zum Dialog mit Russland aufruft. Das Sicherheitsbedürfnis der Russen ist so legitim und ausgeprägt wie das der Deutschen, der Polen, der Balten und der Ukrainer.

Neben dem Appell an die Bundestagsabgeordneten, „dem Ernst der Situation gerecht zu werden und aufmerksam auch über die Friedenspflicht der Bundesregierung zu wachen“ riefen sie ausdrücklich auch die Medien dazu auf, ihrer Pflicht zur vorurteilsfreien Berichterstattung überzeugender nachzukommen als bisher. Leitartikler und Kommentatoren dämonisieren ganze Völker, ohne deren Geschichte ausreichend zu würdigen.

Jeder außenpolitisch versierte Journalist wird die Furcht der Russen verstehen, seit NATO-Mitglieder 2008 Georgien und die Ukraine einluden, Mitglieder im Bündnis zu werden. Es geht nicht um Putin. Staatenlenker kommen und gehen. Es geht um Europa. Es geht darum, den Menschen wieder die Angst vor Krieg zu nehmen. Dazu kann eine verantwortungsvolle, auf soliden Recherchen basierende Berichterstattung eine Menge beitragen.“ (″Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!″ | Europa | DW | 08.12.2014)

Schaut man sich um nach Signalen für Frieden in Europa Ihrerseits wie auch hinsichtlich einer auf soliden Recherchen basierende Berichterstattung durch die Medien, insbesondere der Tagesschau, begegnen einem ausschließlich Fehlanzeigen.

Viele seit 2014 ergangene Warnungen, selbst von hohen Militärs, haben Sie ignoriert. Kritische Stimmen wurden und werden als Russland- bzw. Putin-Versteher denunziert und von Öffentlichen Podien verdrängt.

Unterdessen spitzt sich der Krieg zwischen der Ukraine und Russland, präziser gesagt zwischen der US-geführten NATO und Russland, scheinbar unaufhaltsam zu.

Tabus kennen Sie kaum noch. Gelder und selbst schwere Waffen sollen nun per „Ringtausch“ an die Ukraine geliefert werden.

Dem gegenüber warnte dieser Tage Dr. Erich Vad, Brigadegeneral a. D., von 2006  –2013 militärpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, «Jede militärische Lösung führt in die Katastrophe!» «Es braucht eine politisch-diplomatische Lösung in der Ukraine» (s. Nr. 7/8 vom 24. April 2022 – Zeitgeschehen im Fokus (zeitgeschehen-im-fokus.ch)

An gleicher Stelle fordert Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee, eine ehrliche internationale Untersuchung zu Butscha. Er betont, dass selbst das Pentagon bezweifle, dass Russland für die Massaker verantwortlich sei. (a. a. O.) https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-7-8-vom-24-april-2022.html#article_1351

Auf Einladung des US-Verteidigungsministers Austin werden in wenigen Stunden auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein Dutzende Verbündete, Verteidigungsminister und Militärchefs aus 20 Ländern – darunter Nato-Mitglieder und weitere Staaten, zusammen kommen. Dabei soll es um die Verteidigung der Ukraine gehen. Laut Pentagon-Sprecher Kirby gehe es „vor allem darum, das Militär zu modernisieren und sicherzustellen, dass es auch in Zukunft schlagkräftig und fähig ist“.

Dazu gehöre auch, das industrielle Potenzial der Verbündeten zu ermitteln, um herauszufinden, wie deren Waffenhersteller die Ukraine weiterhin unterstützen können.  (s. Ukraine-Treffen in Ramstein: Was die USA auf die Tagesordnung setzen (rp-online.de) https://rp-online.de/politik/ausland/ukraine-treffen-in-ramstein-was-die-usa-auf-die-tagesordnung-setzen_aid-68399321

Wann zuvor, frage ich Sie, hat sich ein Gast in dieser Weise hausherrliche Verfügungsrechte angemaßt?

Kämen Sie etwa umgekehrt auf die Idee, zu einem ähnlichen Treffen in die USA einzuladen?

Und Sie? Sie nehmen diese Unverfrorenheit ebenso stillschweigend hin wie die Ausladung des Bundespräsidenten in Kiew und die permanenten Einmischungen des ukrainischen Botschafters Melnyk in die hiesige Politik.

Beenden Sie endlich diese beschämenden Vorstellungen!

Setzen Sie endlich einen Schlussstrich unter die Nibelungentreue gegenüber der US-Regierung, deren ganzes Sinnen und Trachten seit Jahrzehnten darauf ausgerichtet ist, einen Keil zwischen Deutschland und Russland zu treiben, und denen es   – Nato-Partnerschaft hin oder her – schnurzegal ist, wenn nicht nur die Ukraine (die dortige Bevölkerung ist leider eh nur Spielball im großen Poker), sondern auch Deutschland dabei vor die Hunde geht.

SIE WURDEN NICHT DAFÜR GEWÄHLT, DEUTSCHLAND   – SEI ES WIRTSCHAFTLICH, SEI ES DURCH EINEN ATOMAREN SCHLAGABTAUSCH   – IN DEN UNTERGANG ZU TREIBEN.

Falls Sie unbedingt Selbstmord begehen wollen, bitte. Das ist Ihre Privatangelegenheit. Der Verantwortung gegenüber diesem Land wie auch gegenüber Europa entbindet Sie dies nicht.

Und dies erfordert: Verhandlungen mit Russland! Frieden für Europa auf der Basis gleicher Sicherheit für alle und mit gleichberechtigten, gegenseitig geachteten Partnern, einschließlich Russlands.

Mühsam, gewiss. Aber unerlässlich!

Ursula Mathern

Bild: Rückwärts-Revolver
Autor: ActuaLitté
Quelle: flickr.com
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Mit freundlicher Genehmigung von seniora.org

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