StartAktuellesDie NATO tut alles, um einen Waffenstillstand in der Ukraine zu verhindern

Die NATO tut alles, um einen Waffenstillstand in der Ukraine zu verhindern

Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow werden riesige Mengen an Waffen über Polen und andere NATO-Länder in die Ukraine geliefert.

Von Jürgen Apitzsch

Die NATO-Länder tun alles, um die Beendigung der russischen Militäroperation in der Ukraine durch politische Vereinbarungen zu verhindern. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua.

„Wir sind Zeuge der klassischen Doppelmoral und Heuchelei des westlichen Establishments geworden. Während die NATO-Länder öffentlich ihre Unterstützung für das Kiewer Regime zum Ausdruck bringen, tun sie alles, um den Abschluss der Operation durch politische Vereinbarungen zu verhindern“, so der Minister.

„Über Polen und andere NATO-Länder fließen ständig Waffen in die Ukraine. All dies geschieht unter dem Vorwand der ‚Invasionsbekämpfung‘, während die USA und die Europäische Union in Wirklichkeit beabsichtigen, Russland ‚bis zum letzten Ukrainer‘ zu bekämpfen, und ihnen das Schicksal der Ukraine als unabhängiges Subjekt der internationalen Beziehungen völlig gleichgültig ist“, so Lawrow weiter.

Es ähnelt zusehends der Situation von 1941, als fast 30 Länder die deutsche Wehrmacht mit Waffen und Munition vollpumpten. Die Wirtschaftskraft ganz Europas arbeitete damals für die Faschisten des 3. Reiches. Heute arbeitet sie für die ukrainischen Nazis. Es kursiert in Russland bereits der Begriff von „Hitlers Europäische Union“.

Die Stoßrichtung ist klar. Die USA wollen mit allen Mitteln verhindern, das wieder Frieden in der Ukraine einkehrt und hoffen auf diesem Weg, Russland in einen Zermürbungskrieg zu zwingen, bei dem die Ukraine komplett zerstört wird, währen Russland ausblutet. Also gewissermaßen ein zweites Afghanistan. Wenn möglich werden die USA diesen Krieg zudem auf Europa ausweiten, beispielsweise, indem sie den Druck auf möglichst viele Staaten erhöhen, ebenfalls Waffen in die Ukraine zu liefern und sich so zu einer der Kriegsparteien zu machen. Die Gefahr eines neuerlichen heißen Weltkrieges rückt somit in greifbare Nähe.

Um sich von dem Ausmaß der Waffenlieferungen an die ukrainischen Faschisten eine Vorstellung machen zu können, hier ein paar Zahlen:

USA

  • über 5.000 Javelin-Panzerabwehrsysteme,
  • über 2.000 tragbare Flugabwehrsysteme vom Typ Stinger und Starstreak,
  • 1.000 Switchblade-Bomber-Munition (Kamikaze-Drohnen),
  • 50 Millionen Schuss Munition,
  • 14 Anti-Batterie-Systeme (zur raschen Identifizierung gegnerischer Feuerstellungen und zur Ausrichtung ihrer Artillerie),
  • 200 gepanzerte M113-Kettenfahrzeuge,
  • 11 Mi-17-Hubschrauber,
  • 108 Haubitzen und 220 Tausend Granaten für sie,
  • 2 RADARS,
  • 30.000 Schutzwesten und Helme,
  • 2.000 Zielfernrohre und Laservisiere,
  • 100 Humvee SUVs.
  • 150 Drohnen,
  • 2.000 Antipersonenminen.

Großbritannien

  • 4.800 NLAW- und Javelin-Panzerabwehrraketensysteme,
  • 1.000 tragbare Starstreak-Luftabwehrsysteme,
  • 20 selbstfahrende Flugabwehrkanonen Stormer,
  • 50 gepanzerte Kampffahrzeuge,
  • 45.000 Artilleriegranaten,
  • 20 selbstfahrende Artillerieeinheiten AS-90.

Tschechische Republik

  • 4.000 Mörser,
  • 7.000 Sturmgewehre und Scharfschützengewehre mit Munition,
  • 3.000 Maschinengewehre,
  • 40 T-72-Panzer,
  • 25 Schützenpanzer,
  • 20 Grad-Mehrfachraketenwerfer sowie D-30-Haubitzen, Dana-Panzerartillerie und Strela-10M-Flugabwehrsysteme.

Slowakei

  • S-300 Luftabwehrsysteme,
  • 16 Artilleriesysteme,
  • MiG-29-Jagdflugzeuge (geplant).

Belgien

  • 270 Panzerabwehrraketensysteme,
  • 3.000 automatische Gewehre,
  • 2.000 Maschinengewehre,
  • 5000 FN FNC-Sturmgewehre.

Kanada

  • 4.500 NLAW- und Javelin-Panzerabwehrgranatwerfer,
  • 7.500 Granaten.

Frankreich

  • 12 Caesar Artilleriegeschütze mit Selbstfahrlafette,
  • 100 Milan-Panzerabwehrraketensysteme.

Dänemark

  • 2.700 Panzerabwehrsysteme,
  • 300 tragbare Flugabwehrraketensysteme vom Typ Stinger.

Deutschland

  • 1000 Panzerabwehrsysteme,
  • 500 Stingers,
  • 500 Arrow-Flugabwehrraketensysteme,
  • 100 MG3-Maschinengewehre,
  • 8 Millionen Schuss Munition,
  • 350.000 Rationen,
  • 50 medizinische Fahrzeuge.
  • (Geplant ist die Verlegung von Haubitzen und Panzern)

Niederlande

  • 500 Stingers,
  • 30.000 Schuss Munition,
  • 400 Panzerabwehrsysteme,
  • 50 Panzerfaust 3
  • Panzerabwehrgranatwerfer,
  • 100 Scharfschützengewehre,
  • 20 Panzerartilleriegeschütze PzH 2000.

Polen

  • 200 T-72-Panzer,
  • 20 selbstfahrende Artilleriegeschütze Gvozdika,
  • 16 Grad-Raketenwerfer,
  • Aufklärungsdrohnen FlyEye,
  • R-73 Luft-Luft-Raketen und BWP-1 BMP,
  • 100 Mörser,
  • 8 Drohnen,
  • 2.000 Stück Hohlladungsmunition,
  • 1.500 Granatwerfer.

Italien

  • 200 Panzerabwehrgranatwerfer (moderne Version der Panzerfaust),
  • 30 Maschinengewehre,
  • (Pläne für Selbstfahrlafetten und Flugabwehrkanonen).

Spanien

  • 200 Tonnen Munition,
  • 1.500 Sätze militärischer Ausrüstung,
  • 50 Lastwagen,
  • 1370 Granatwerfer,
  • 700.000 Schuss Munition.

Litauen

  • 80 tragbare Flugabwehrraketensysteme,
  • 100 Panzerabwehrsysteme.

Lettland

  • 90 Drohnen,
  • Militärische Ausrüstung und Waffen im Wert von 200 Millionen Euro, darunter Sturmgewehre, Munition, Panzerabwehrwaffen und Stinger MANPADS.

Estland

  • 9 Haubitzen D-30,
  • Panzerabwehrraketen, Minen, Granatwerfer und Munition im Wert von mehr als 220 Millionen Euro.

Finnland

  • 2,5 Tausend Sturmgewehre,
  • 150 Panzerabwehrgewehre,
  • 70.000 Rationen.

Schweden

– 5.000 Granatwerfer,

– 135 Tausend Rationen,

– 5.000 Helme,

– 5.000 Splitterschutzwesten.

Australien

  • 24 gepanzerte Bushmaster-Mannschaftswagen.

Norwegen

  • 100 tragbare Flugabwehrsysteme vom Typ Mistral.

Slowenien

  • 54 seiner M-84-Panzer (jugoslawische Version des T-72).

Angesichts dieser riesigen Zahlen an Waffenlieferungen ist klar, dass die Ukraine mit Waffen völlig überdosiert ist. Daher verkaufen Beamte des ukrainischen Verteidigungsministeriums die gelieferten Waffen in großem Stil an militärische Gruppierungen in anderen Staaten.

Und es spielt keine Rolle, dass die Amerikaner bereits offen sagen, dass sie nicht genau kontrollieren können, wohin ihre Waffen in der Ukraine gehen. Im Kongress hört man zunehmend, dass es sich um ein „schwarzes Loch“ handele. Und der US-Geheimdienst räumt ein: „Die meisten an die Ukraine gelieferten Waffen landen auf dem Weltwaffenmarkt.“ So wurden Stingers (mit Nummern aus Lieferungen nach Kiew) bereits in kriminellen Gruppen in Afrika gefunden.

Möglich wird dies durch eine Änderung in der Gesetzgebung der Ukraine (Nr. 1919), derzufolge überschüssige Waffen auch während des Krieges verkauft werden können. Das Verteidigungsministerium hat dazu eine eigene Vorgehensweise erstellt. Unter den Militärgütern sind gepanzerte Autos, Panzer, Maschinengewehre, Gewehre, Granaten und Schutzwesten. Das in internen Dokumenten aufgeführte „Sortiment“ umfasst 970 Seiten.

Die Firma, die diese Waffen verkauft, heißt NVK Techimpex. Dieses Unternehmen war bereits vor einigen Jahren an der Erstellung von Operationsmodi für den Verkauf polnischer Waffen an afrikanische Länder beteiligt. Um den Nachschub nicht versiegen zu lassen, meldet das ukrainische Militär regelmäßig einen Mangel an Ausrüstung.

Das Geschäft lohnt sich für Käufer und Verkäufer. So ist ein gepanzerter Personentransporter in gutem Zustand für nur 100.000 Rubel (knapp 1330 Euro) zu haben. Gepanzerte Land Rover, die Großbritannien für die Streitkräfte bereitstellte, erscheinen auf einem eigens dafür erstellten Anzeigenportal zum Preis von 54.000 Euro. Der Katalog der angebotenen Waren umfasst 970 Seiten.

Im Jahr 2016 hat der Europäische Rechnungshof (ECA) die Ukraine als das korrupteste Land Europas anerkannt. Dies wurde in einem Sonderbericht „EU Assistance to Ukraine“erwähnt. Das Dokument beschreibt detailliert die Verteilung der von 2007 bis 2015 aufgelegten unabhängigen Fonds. Diese beliefen sich auf insgesamt fünf Milliarden Euro an Zuschüssen und Makrofinanzdarlehen. Die Analyse brachte für potenzielle Investoren enttäuschende Ergebnisse: „Eigeninteressen beeinflussten die Gestaltung der öffentlichen Ordnung“, berichteten ECA-Experten. Laut dem ukrainischen Journalisten Oleksiy Mochanov hat „das ärmste Land Europas die meisten Milliardäre“.

Bild: Artilleriefeuer (Symbolbild)
Autor: Defense Visual Information Distribution Service
Quelle: nara.getarchive.net
Lizenz: public domain

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