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Die Erde wird auf den Mars krachen – Wissenschaftler befürchten Kollision mit unserer Nachbargalaxie

Bekanntermaßen nähert sich unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel, unserer Milchstraße. Dabei fliegt er mit etwa 140 Kilometern pro Sekunde auf uns zu. Irgendwann einmal wird es unvermeidlich sein, dass die beiden Galaxien kollidieren.

Von Jürgen Apitzsch

Allerdings wird bis dahin noch ein wenig Zeit vergehen. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge liegt dieser Zeitpunkt zwischen drei und fünf Milliarden Jahre in der Zukunft.

Um mehr über das bevorstehende Ende der Milchstraße, so wie wir sie kennen, zu erfahren, haben Astrophysiker an der Universität Toronto ein Model erstellt, anhand dessen sich simulieren lässt, was geschieht, wenn fremde Sterne an unserem Sonnensystem vorbeirasen. Dabei haben sie beinahe 3000 unterschiedliche Möglichkeiten durchgespielt und kamen zu dem Ergebnis, dass vor allem massereiche Sonnen, die mindestens so groß sind, wie unsere, eine besondere Gefahr aufgrund ihrer starken Gravitationskraft darstellen.

Die Forscher gehen von einer Geschwindigkeit von etwa 72.000 km/h aus, mit der beide Gestirne aneinander vorbeitreiben. Der Abstand zwischen unserer Sonne und dem Besucherstern betrüge in etwa 250 Astrometrische Einheiten, also 250 mal die Entfernung zwischen der Erde und unserer Sonne. Das sind 37.400.000.000 Kilometer. Auf den ersten Blick würde sich dadurch nicht verändern. 37,4 Milliarden Kilometer Abstand sind einfach zu viel, um eine abrupte Reaktion hervorzurufen.

Aber wir haben es hier nicht mit einem einzelnen Himmelkörper zu tun, sondern mit einer ganzen Galaxy und dadurch summieren sich derartige Ereignisse auf schwer vorhersagbare Art und Weise. Irgendwann würden die riesigen Gravitationskräfte, die bei diesem Model aufeinanderprallen, die Bahnen unserer Planeten destabilisieren, sie würden aus ihrem derzeitigen Kreisbahn herausgedrängt werden, davonfliegen und dabei ein unvorstellbares Chaos anrichten.

Planetenbillard

Wie die Simulationen gezeigt haben, würde die Erde mit dem Mars kollidieren und der Merkur mit der Venus während Neptun und Uranus in den Tiefen des Weltalls verschwänden. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher in einem wissenschaftlichen Beitrag für die Zeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.

Bild: Planetenbillard
Autoren: Thomas_C_Rosenthal und Peggy und Marco Lachmann-Anke
Quelle: pixabay.com I und II
Lizenz: public domain

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