StartGesundheitDemokratische US-Bundesstaaten rufen den Affenpocken-Notstand aus

Demokratische US-Bundesstaaten rufen den Affenpocken-Notstand aus

Die ersten drei US-Bundesstaaten haben den Affenpocken-Notstand ausgerufen. Man macht bereits Stimmung für Massenimpfungen.

Von Thomas Oysmüller

New York, Kalifornien und Illinois, die drei Hochburgen der Demokraten, haben am Dienstag den Notstand ausgerufen. Der Grund sind die Affenpocken. Keine 6000 Fälle gibt es bisher in den USA, weltweit sind es etwa 23.000. Einen Todesfall gab es bisher, in den USA keinen.

Woher und wieso die Affenpocken?

Wolfgang Wodarg fasste kürzlich zusammen, worum es bei den Affenpocken geht: Erstens käme wieder ein „komischer“ Test von „Roche“ auf den Markt, mit dem wieder viel verdient werden. Zweitens werde mit den Affenpocken erneut Angst geschürt. Drittens und das ist sicherlich die These, mit der größten Sprengkraft, seien das die „Folgen, dieser Spritzen, die sie uns wegen Corona angedreht haben.“

Er beschuldigt die Ärzte, dass diese den Schmäh nicht durchschauen würden. Denn es handle sich um das „typische Krankheitsbild von Herpes Zoster, auch als Gürtelrose bekannt. Doch nur weil der Affenpocken-Test positiv wäre, macht man daraus die Krankheit. Seine Diagnose ist, dass es sich bei den Fällen um „Herpes genitalis“ handelt. Aufgrund des Tests „habe man die Affenpocken, obwohl sie Herpes haben. Und die Ärzte plappern das einfach nach.“

Am 21. Juli erschien ein Paper im „New England Journal of Medicine“. Darin schaute man sich die Fälle von April bis Juni an. Die Fakten könnten Wodargs These durchaus bestätigen: 528 Fälle in 16 Staaten hat man sich genauer angesehen. 98 Prozent der infizierten waren homo- oder bisexuelle Männer. 41 Prozent der Personen hatten zusätzlich HIV. Man geht davon aus, dass 95 Prozent der Fälle beim Sex übertragen worden sein dürften. Zu einem Todesfall kam es nicht.

Wodarg erinnert aber auch daran, dass die Affenpocken das erste Mal 1958 bei Laboraffen aufgetreten seien. Es gibt also einen Zusammenhang mit biologischer Forschung. Einzelne Leute hatte dann auch „diese Pusteln“ bekommen. Der Krankheitsverlauf sei aber nie ein schwerer gewesen. Wodarg warnt also vor der Hysterie.

Russland beschuldigt die USA

Russland hat eine andere Theorie. Die USA betreibe mindestens vier Biolabore in Nigeria, von wo aus die Affenpocken verbreitet worden seien. Die WHO glaubt tatsächlich, dass die Affenpocken zunächst in Nigeria ausgebrochen seien. Russland forderte die WHO auf, „die Aktivitäten der von den USA finanzierten Labors in Nigeria“ zu untersuchen. In Indien wurden die russischen Vorwürfe übrigens breit berichtet.

Ähnliche Vorwürfe wie Wodarg äußerte kürzlich auch der oppositionelle chinesische Milliardär Guo Wengui. Er befindet sich im Exil, wird wegen Korruption in China verfolgt und steht Donald Trump nahe. Auf „GNews“, einem oppositionellen chinesischen Medium, sagte er kürzlich, dass „Affenpocken zu hundert Prozent von der Covid-Impfung verursacht“ seien. Die Affenpocken seien „Blödsinn“ und nur eine „Ausrede“ für das „Impfdesaster“.

Biosicherheit

In Österreich nimmt die „LQBTQ-Community“ Gesundheitsminister Johannes Rauch indes ins Visier. Sein Ministerium tue viel zu wenig, „um die Verbreitung aufzuhalten“. Man fordert mehr Impfstoff und mehr Informationskampagnen zur Krankheit.

Übrigens: Wie schon Covid ist auch der aktuelle Affenpocken-Ausbruch hauptsächlich in den USA und Europa zu verorten. Etwa weil in diesen Regionen am meisten getestet wird?

Die autoritäre Biosicherheitspolitik zeigt sich von all dem unbeeindruckt: In den USA wurden erste Stimmen laut, zum Beginn des neuen Semesters alle Studenten gegen die Affenpocken „durchzuimpfen“. Der kalifornische Gouverneur versucht tatsächlich, schon für eine Massenimpfkampagne Stimmung zu machen.

Bild: Ein trübseelig schauender Affe vor seinem Bier
Autor: Lothar Dieterich
Quelle: pixabay.com
Lizenz:  public domain
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