StartDie gute NachrichtBuckelwalpopulation erholt sich erfreulich gut

Buckelwalpopulation erholt sich erfreulich gut

Der Buckelwal ist eines der beliebtesten Säugetiere dieses Planeten und gilt als einer der bemerkenswertesten Sänger der Ozeane. Überhaupt ist er der wohl bekannteste Wal der Erde.

Von Jürgen Apitzsch

Wie sich in den vergangenen Jahrzehnten zudem gezeigt hat, ist er zugleich eines der besten Beispiele für erfolgreichen Tierschutz. Die Buckelwalpopulation, die zuvor durch den kommerziellen Walfang fast vollständig ausgelöscht wurde, erlebt derzeit ein  erfreuliches Comeback.

Bessere Zeiten für Wale

Wie eine kürzlich durchgeführte Studie über Buckelwale, die vor der brasilianischen Küste brüten und im Sommer in antarktischen Gewässern zu Hause sind, gezeigt hat, sind diese Wale heute wieder in der Anzahl anzutreffen, in der sie vor den Zeiten des Walfangs üblicherweise waren.

Aufzeichnungen zufolge gab es in den 1830er Jahren rund 27.000 Wale in den Weltmeeren. Nur 120 Jahre später, in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, waren von ihnen nur noch 450 übrig, wodurch der Buckelwal zu den gefärdetsten Arten überhaupt zählte.

Dank des Verbots des kommerziellen Walfangs im Jahr 1986 konnten sich die imposanten Meeressäuger jedoch stark erholen, so dass ihre Population heute auf etwa 93 Prozent ihrer ursprünglichen Größe geschätzt wird. Dadurch, dass die Bedrohung durch die Jagd weggefallen ist und die Tiere sichere Räume zum Überleben und Gedeihen haben, hat sich der Bestand der Buckelwale in vielen Gebieten erholt.

Wale als Klimaschützer

Dies ist nicht nur eine gute Nachricht für die Wale, sondern auch für das Klima. Der Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise liegt darin, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu halten, und der Beitrag, den ein einzelner Wal hierzu zu leisten vermag, darf nicht unterschätzt werden. Im Durchschnitt speichert ein einzelner Wal rund 33 Tonnen CO2. Betrachtet man nur die antarktischen Buckelwale, die auf ihren Wanderungen vorbei an der Saint George Insel bis nach Praia do Forte an der brasilianischen Küste gelangen, so hat allein der Schutz dieser Population dazu geführt, dass 813.780 Tonnen CO2 in der Tiefsee gespeichert wurden.

Die unglaubliche Erholung des Buckelwals ist zudem ein gutes Beispiel dafür, was Regierungen alles erreichen können, wenn sie zusammenarbeiten, um unsere Weltmeere zu schützen. Auf das Moratorium für den Walfang folgte die Einrichtung von Schutzzonen für die Meeressäugetiere und die Regulierung des Handels mit gefährdeten Arten. Wir haben die Mittel und wir haben das nötige Wissen. Was noch fehlt, ist lediglich der politische Wille, Räume zu schaffen, in denen sich auch die restliche Tierwelt erholen kann.

Bild: Ein Buckelwal steigt aus den Fluten (Illustration)
Autor: Dorothe
Quelle: pixabay.com
Lizenz: public domain

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