StartHintergrundSo funktioniert das „Katastrophen-Domino“

So funktioniert das „Katastrophen-Domino“

Es ist keine gute Idee Panik zu verbreiten, das tut die Bundesregierung bereits auf vielen Ebenen. Sich allerdings fundierte Gedanken dazu zu machen wohin die aktuelle Politik uns führt, ist mehr als angesagt. Wir müssen feststellen, dass die Politik zur Zeit rein ideologiegetrieben ist.

Von Wilfried Kahrs

Letzteres ist eine überaus schlechte Grundlage für solide und realistische Entscheidungen, die allerdings benötigt werden, um das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nicht ohne Not zu einem Lotteriespiel zu machen.

Noch streitet sich die Bundesregierung ohne Sinn und Verstand mit Russland hinsichtlich der Sanktionen und des Energiebezuges aus Russland. Der letzte Schrei war der Besuch einer Gasturbine im Ruhrpott bei Siemens durch den Bundeskanzler. Was für ein Aktionismus und in den Jahren zuvor undenkbar. Hier ging es darum medienwirksam alle Schuld bezüglich der reduzierten Gaslieferungen über Nord Stream 1 Russland in die Schuhe zu schieben. Die Argumente, die Russland vorbringt, um Klarheit bei den Sanktionen zu schaffen, werden dabei nicht einmal erwähnt, sie sind aber in der Welt.

Weitere Klemmer bei der Energieversorgung

Es fehlt nur noch auch hierzu Putin die Schuld in die Schuhe zu schieben: Niedrigwasser bedroht Kohlenachschub für Uniper-Kraftwerk … [WIWO]. Ja, auch das macht abseits fehlender Gaslieferungen aus Russland noch einen kleinen Unterschied. Angesichts der bis jetzt entstandenen Situation ist es nicht abwegig von einer verfehlten Energiepolitik der letzten Bundesregierung(en) zu sprechen. Das dicke Ende will nur niemand wahrhaben.

Und jetzt zur Funktionsweise des „Katastrophen-Domino“

Die Grundlasten bei der Stromproduktion in Deutschland sind derart angeschlagen, dass der nächste Winter mehr als eine nur „Nagelprobe“ für die Energiewende wird. Zumindest dann, wenn die Gasversorgung aus Russland mit aller Gewalt niedergehalten wird. Dabei spielt es keine Rolle wer am Ende den schwarzen Peter dafür zugeschoben bekommt. Bei einem größeren Ausfall, sprich bei einem „Black-out“ des Stromnetzes ist das absolut belanglos. Dann setzt sich eine Lawine in Bewegung, die kaum mehr zu stoppen ist und deren Schadenspotential für die Volkswirtschaft unermesslich ist.

Die Atlas-Initiative hat dazu einen überaus interessanten Beitrag ins Netz gestellt, den wir gerne zur Verdeutlichung hier wiedergeben. Der Vortragsredner, Dipl. Ing. Robert Jungnischke, geht das überaus sachlich aber konsequent an. Er schildert minutiös wie so ein Katastrophen-Domino funktionieren kann. Leider haben die meisten Menschen im Lande kaum eine Vorstellung davon welch ein Rattenschwanz es nach sich zieht sobald das Stromnetz in Deutschland oder in Europa einmal flächendeckend zusammenbricht. Genau das wird nachfolgend erläutert. Vielleicht motiviert es einige Menschen zumindest ein geringstes Maß an Vorsorge zu betreiben, soweit dies möglich ist.

Bild: Skyline während eines nächtlichen Blackouts
Autor: cmurryjulie
Quelle: pixabay.com
Lizenz: public domain
Textquelle

RELATED ARTICLES
- Advertisment -
Google search engine

Most Popular

Recent Comments